Opportunismus

Begriffserklärung

Das Wort Opportunismus leitet sich ab von dem lateinischen Wort opportunus mit der Bedeutung biegsam, elastisch, zäh. Der Kern besteht in der Zweckmäßigkeit und steht damit im Gegensatz zum Idealismus. In der Politik ist der Opportunismus am meisten verbreitet und gilt als Strategie, die auf reinen Fakten aufgebaut ist.

Opportunistische Menschen

Als Opportunist wird ein Mensch bezeichnet, der stets den Weg des geringsten Widerstandes geht, um sich die besten Vorteile und Möglichkeiten für sich selbst zu verschaffen. Da dieser Mensch auch ohne Rücksicht auf Konsequenzen nur für sein eigenes Überleben handelt, ist dieser Begriff überwiegend negativ behaftet. Wer dem Opportunismus folgt, ist weniger seinen eigenen Grundsätzen treu und dafür umso mehr an Anpassung an die jeweilige zweckmäßige Situation interessiert. In abgeschwächter Form kann man auch einen Realisten oder Pragmatiker als opportunistisch bezeichnen, der allzu gerne einen Kompromiss eingeht, um ein Ziel zu verfolgen. Der eigene Wille richtet sich jeweils nach den Grundsätzen, die den allergrößten Erfolg versprechen.

Opportunimus – Ideologie

Ein Opportunist handelt nach der Ideologie, zu überleben. Somit kann er auch mitunter seiner persönlichen Leitlinie folgen, wenn er damit größere Chancen auf Gewinn erzielt. Doch er dreht sich wie eine Fahne im Wind, wenn sich andere Wege aufzeichnen, die ihn in die beste Position bringen. Bezeichnend ist hierbei, dass er immer nur so weit geht, solange sein Überleben gesichert ist. Bei persönlicher Gefahr wechselt er seinen Kurs, unabhängig von seinen Prinzipien. Denn Opportunismus vertritt immer gerade die Meinung, die die höchste allgemeine Zustimmung mit sich bringt. Seine Handlung richtet sich immer nach den Zeitumständen und nicht danach, was er selbst will. Denn eine richtig fundierte eigene Meinung hat ein Opportunist im Grunde nicht. Diese Ideologie wird von der Gesellschaft als unmoralisch gehalten.

Opportunismus ist besonders stark in der Politik als Strategie verbreitet.

Opportunismus ist besonders stark in der Politik als Strategie verbreitet.

Opportunismus als verbreitetes Sozialverhalten

Opportunismus ist besonders stark in der Politik als Strategie verbreitet. Ein Politiker nimmt auch langfristig Nachteile in Kauf, wenn damit kurzfristig Zustimmung erzielt wird.
Ebenso steht im Finanzmarkt und im Handel Opportunismus im Vordergrund, begleitet von Pragmatismus und Kompromissbereitschaft.
Das Gegenbeispiel dazu sind Wissenschaftler oder Ärzte, da diese Bereiche nur auf Fakten basieren und nicht auf Meinungen anderer.
Die heutige opportunistische Anpassung an den deutschen Markt gilt als eine bequeme und geduldete Form, um sich Vorteile zu verschaffen.
Auch wenn sie als moralisch verwerflich angesehen wird.

Sind Opportunisten Egoisten?
Sie sind wohl eher „Jenachdeme“, wie Wilhelm Busch sie einst beschrieb.

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